Wissenschaftliches Wirken von Prof. Dr. Manns

Professor Manns ist seit 1991 Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), seit Oktober 2015 Klinischer Direktor des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig, und seit Dezember 2015 Gründungsdirektor des Centre for Individualised Infection Medicine (CIIM), Hannover. Sein Studium der Humanmedizin absolvierte er an der Universität Wien und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Professor Manns ist Forscher und Arzt aus Leidenschaft.

Seine Expertise liegt in den Forschungsgebieten der entzündlichen, viralen und autoimmunen Leber-Erkrankungen, entzündlichen Darmerkrankungen, des Hepatozellulären Karzinoms und der Gastrointestinalen Onkologie. Auch die Gebiete der Regenerativen Medizin, Hepatozyten-Transplantation, der Mukosalen Immunologie und der Klinischen Pharmakologie zählen zu seinen Forschungsgebieten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Transplantationsmedizin. Seit 2007 ist er der Sprecher des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereiches 738 "Optimierung koventioneller und innovativer Transplantate". Dieser Sonderforschungsbereich befindet sich aktuell in der 3. Förderperiode bis 2019. Des Weiteren ist Professor Manns Gründer und Vorsitzender des Kompetenznetz Hepatitis „Hep-Net“ und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Michael Manns war 2006 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), 2013 Präsident der German Association for the Study of the Liver (GASL), 2013/2014 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und ist von 2016 bis 2017 Präsident der United European Gastroenterology (UEG).

Professor Manns ist für seine translationale Forschung und unzähligen wissenschaftlichen Kooperationen bekannt. Als Europas meist zitierter Forscher hat er über 800 bahnbrechende Publikationen im Bereich der Leber-, Magen- und Darmerkrankungen veröffentlicht. Sein facettenreiches Engagement in zahlreichen Forschungsverbünden und wissenschaftlichen Gesellschaften wurde durch renommierte internationale Auszeichnungen gewürdigt. Nachwuchsförderung und eine internationale Zusammenarbeit sind für Professor Manns die wesentliche Grundlage wissenschaftlichen Erfolges. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei immer eines: Fortschritte in der Forschung, die den Patienten direkt zu Gute kommen.