Presse & Medieninformationen des SFB 738

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Eine gute Beschreibung unserer wissenschaftlichen Arbeit liefert zudem unser Forschungsfilm "Die Zukunft der Transplantationsmedizin", den sie unter SFB 738 - Videos ansehen können. Für alle weiteren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an unsere Projektkoordinatorin Petra Huber.

Pressekontakt

Petra Huber

Projektkoordination / Sekretariat SFB 738
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: +49 511 532-6763

SFB738@mh-hannover.de

Auf Anfrage senden wir Ihnen auch gerne weiteres Informations- und Bildmaterial unserer wissenschaftlichen Arbeit zu.

Pressemitteilung: "Zwölf Millionen für MHH-Forscher und Partner"

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Sonderforschungsbereich zu Transplantationsforschung für weitere vier Jahre

Hannover, 30.06.2015

Den Sonderforschungsbereich (SFB) 738 „Optimierung konventioneller und innovativer Transplantate“ fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere vier Jahre – mit 12,5 Millionen Euro. In diesem seit 2007 bestehenden Verbund arbeiten Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gemeinsam mit Forschern des Helmholtz Zentrums für Infektionskrankheiten (HZI) in Braunschweig. „Unser Ziel ist es, dass transplantierte Organen lange funktionieren und, dass wir neue alternative Therapien zur Organtransplantation finden. Zudem ist es wichtig, die Bevölkerung offen über die Chancen der Transplantation zu informieren, damit die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland wieder ansteigt“, sagt Professor Dr. Michael Manns. Er ist Sprecher des SFB 738 und Direktor der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie.

In den ersten beiden Förderperioden konnten die Forscher zahlreiche Erkenntnisse gewinnen – zum Beispiel zur „Graft versus Host-Reaktion“. Dabei richten sich transplantierte Immunzellen des Spenders gegen Organe des Empfängers, was zum Tod des Empfängers führen kann. Die Wissenschaftler erfuhren auch mehr über „Graft versus Tumor-Reaktionen“, bei der gespendete Immunzellen Blutkrebs-Zellen zerstören, die trotz Chemotherapie und Bestrahlung im Körper des Patienten überlebt haben. Zudem konnten Mechanismen entschlüsselt werden, die zur Organabstoßung führen und molekulare und zelltherapeutische Therapien als Alternativen zur klassischen Organtransplantation entwickelt werden. Die Ergebnisse führten zu neuen Methoden der Erkennung von Abstoßungen oder Immuntoleranz sowie zu neuen klinischen Studien. Die Studien haben folgende Ziele: Transplantate sollen mit gezielter reduzierter Immunsuppression langfristig im Körper des Empfängers überleben, es sollen Zelltherapien sowie Gentherapien für patienteneigene Stammzellen entwickelt werden als Alternative zur klassischen Organtransplantation.

In den nächsten vier Jahren stehen die Mechanismen der Immuntoleranz, Organalterung und Immunreaktionen nach Stammzelltransplantation im Mittelpunkt. Zudem sollen alternative Therapien entwickelt werden: „Der Organmangel stellt die Gesellschaft vor enorme Probleme, die nur durch die Entwicklung alternativer Therapien unter Einsatz der Gen- und Stammzelltechnologie gelöst werden können“, sagt Professor Manns.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Professor Dr. Michael Manns
Sprecher des SFB 738
Tel.: +49 511 532-3306
Manns.Michael@mh-hannover.de

Diese Meldung erschien ursprünglich auf der Homepage der MHH.

V. i. S. d. P.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHH